Argonbeamerbehandlung

Die Argonplasmakoagulation ist eine Möglichkeit zur Stillung von Blutungen in Magen und Darm sowie zur Behandlung einzelner spezieller Erkrankungen in Magen und Darm.
 

Das Prinzip der Argonplasma-Koagulation

Das APC-Equipment besteht aus einer Argongas- und einer Hochfrequenzquelle. Die HF-Elektrode im Argonkanal des Applikators wird mit einem HF-Chirurgiegerät verbunden (monopolares Prinzip).

Bei ausreichend  hoher HF-Spannung und bei genügend kleinem Abstand zum Gewebe bildet sich im Argon-Flow ein elektrisch leitendes Argonplasma. Dadurch kann zwischen Applikator und Gewebe ein HF-Strom fließen. Die HF-Stromdichte beim Auftreffen auf die Gewebeoberfläche bewirkt eine Koagulation. Die Applikation ist prinzipiell berührungslos.

Der Argonplasma-Beam kann nicht nur geradlinig (axial) in Richtung der Sondenachse wirken, sondern auch seitlich (lateral und radial) und “um die Ecke herum”. Physikalisch bedingt wendet sich der Plasma-Beam automatisch von koagulierten (hochohmigen) Arealen ab und hin zu blutenden oder noch nicht ausreichend koagulierten (niederohmigen) Gewebebereichen im Applikationsgebiet. So wird eine automatisch limitierte, gleichmäßige Koagulation auch in der Fläche erreicht.

 

Angiodysplasie = Gefässmissbildung in Magen und Darm,
die eine Ursache für Blutungen aus dem Darm sein kann.

 

Argonplasmakoagulation einer Angiodysplasie